SVHA

Schweizerische Vereinigung für Holotrope Atemtherapie

 
 










WAS IST HOLOTROPES ATMEN?

HOLOTROPES ATMEN ist eine Methode der Transpersonalen Psychotherapie, die mittels vertiefter Atmung und unterstützender Musik unbewusste Schichten der Psyche erfahrbar macht. HOLOTROPES ATMEN kann sowohl bei psychischen und psychosomatischen Problemen weiterhelfen, als auch die SELBST-Erfahrung und Bewusstseinsentwicklung unterstützen. 'Holotrop' bedeutet, sich auf Ganzheit hinbewegend (aus dem Griechischen Holos = ganz, trepein = hinführen).


DAS HOLOTROPE ATMEN EIGNET SICH, WENN SIE...

  1. -ihre Alltagserfahrung der 'Realität' erweitern wollen

  2. -die tieferen Schichten ihrer Selbstbegrenzungen erforschen wollen (körperlich, psychisch, spirituell)

  3. -sich auf den Transformationsprozess, der in Richtung Ganzheit geht, einlassen wollen



TECHNIK DES HOLOTROPEN ATMENS

HOLOTROPES ATMEN findet in einem geschützten Rahmen statt. Vertieftes Atmen und unterstützende Musik erleichtern das Eintreten in einen erweiterten Bewusstseinszustand. In einer Haltung der Offenheit und Neugier werden die auftauchenden Empfindungen, Gefühle, Bilder und Einsichten 'wahr'-genommen und durchlebt. Dadurch kann man sich einerseits von psychosomatischen Beschwerden und zuvor unbewusst wirksamen negativen Gefühlen befreien und andererseits Zugang zu den unterstützenden Kräften der Psyche gewinnen.


BEGLEITUNG

Der Atemprozess wird von durch Stanislav & Christina Grof ausgebildeten Therapeuten/ Therapeutinnen (facilitators) begleitet. Die Erfahrung wird individuell abgerundet. Mandala-Malen und 'Sharing' (Erfahrungsaustausch) unterstützen die stufenweise Integration des Erlebten.



ERFAHRUNGSSPEKTRUM DES HOLOTROPEN ATMENS

Stanislav Grof hat holotrope Atem-Erfahrungen im wesentlichen in vier Kategorien zusammengefasst:
1. Körperliche Empfindungen jeglicher Art
2. Biografische Erfahrungen: Wiedererleben von Ereignissen aus der eigenen Geschichte. Diesen Bereich deckt auch die klassische Psychotherapie ab.
3. Perinatale Erfahrungen: Erfahrungen rund um Schwangerschaft und Geburt. Es zeigte sich immer wieder, dass Störungen in diesem Lebensabschnitt gravierende Auswirkungen auf unser Alltagsleben haben können. Das Wiedererleben der Geburt kann diese Prägungen auflösen.
4. Transpersonale Erfahrungen: Diese Kategorie beinhaltet alle Erlebnisse, die über gewohnte Erfahrungen des Alltags hinausreichen, wie z.B. das Erleben von räumlicher und zeitlicher Bewusstseinserweiterung oder des Einsseins mit der Natur als Mineral, Pflanze oder als Tier. Besonders heilsam sind spirituelle Erfahrungen der Einheit und Sinnhaftigkeit.

KONTRAINDIKATIONEN

Das HOLOTROPE ATMEN kann psychisch und körperlich sehr anstrengend sein. Es bedingt eine normale diesbezügliche Belastbarkeit. Für Schwangere ist es nicht geeignet, ebenfalls nicht bei Glaukom, Aneurysma oder schweren Herz-Kreislaufbeschwerden. Wer unter Bluthochdruck, Asthma oder Epilepsie leidet, oder eine psychiatrische Krankheitsgeschichte hat, muss seine Teilnahme vor Kursbeginn mit der Kursleitung besprechen.


ENTSTEHUNG DES HOLOTROPEN ATMENS (Holotropic Breathwork)

Das HOLOTROPE ATMEN wurde von Stanislav Grof, Mitbegründer der Transpersonalen Psychologie, und seiner Frau Christina entwickelt. Stanislav Grof, Psychiater und Psychoanalytiker, kommt aus Prag und lebt in den USA. Er begann 1954 die Wirkung von LSD zu erforschen, erkannte, dass die mit Hilfe von LSD gemachten Erfahrungen den Heilungsprozess seiner Klienten nachhaltig positiv beeinflussten. In den folgenden 19 Jahren leitete er mehrere Forschungsprojekte zu diesem Thema. Anhand dieser Arbeit entwickelte er seine Landkarte der Psyche, die die Forschungsergebnisse von Freud und Jung weiterführt. Durch ethnologische Vergleiche mit anderen Kulturen fand er seine Erfahrung bestätigt, dass erweiterten Bewusstseinszuständen ein Heilpotential besonderer Wirksamkeit innewohnt. Seit Tausenden von Jahren haben Menschen verschiedenste Methoden entwickelt, wie z. B. Atmen, Beten, Fasten, Trommeln, Singen, Einnehmen psychoaktiver Substanzen, um diese Bewusstseins-Zustände zu erreichen und zu nutzen. Unsere Kultur ist nun auf dem Weg, die Erfahrungen in diesen Zuständen neu zu würdigen. Als LSD infolge fahrlässigen Gebrauchs verboten wurde, entwickelten Stanislav & Christina Grof gemeinsam das HOLOTROPE ATMEN, das Menschen erlaubt, ohne Einnahme einer Substanz in einen erweiterten Bewusstseinszustand einzutreten. Sie lehren diese Methode seit 1982.